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Reisebeschreibung Marokko PDF Drucken E-Mail

So verlief die Marokkorundreise im Frühjahr 2011.

Diese Reise wird von uns nicht mehr angeboten.
1. Tag: Hahn - Fes

Der Flieger von Frankfurt/Hahn startet günstigerweise erst um 16.10 Uhr. Die Anreise nach Hahn (Hunsrück) und das Einchecken zieht ihr eigenständig durch, und wir erwarten euch abends in Fes am übersichtlichen Flughafen. Schon hier sei erwähnt, dass ihr für die Einreise einen min. 6 Monate gültigen Reisepass benötigt. Unsere Unterkunft befindet sich in der Medina (Altstadt), welche uns die nächsten zwei Tage in ihren Bann ziehen wird. Heut` Abend schnuppern wir Marokko-Kultur und -Küche in der Medina von Fes.

2. Tag: Fes erleben

Ausgedehnte Orientierungs- und Sightseeing-Runde durch die Medina, mit Einblicken in das Leben und Treiben der marokkanischen Stadtbevölkerung. Begleitet werden wir von meinem marokkanischen Freund, der in der Medina (angeblich die größte der arabischen Welt) aufgewachsen ist. Mit seiner Hilfe werden wir Einblicke hinter die Kulissen bekommen.

3. Tag: Fes erleben

Ähnlich wie gestern, aber heute werdet ihr euch sicherer fühlen und eigene Wege ausprobieren können. Ihr möchtet vielleicht an Plätze zurück, die wir gestern nur gestreift haben und an denen ihr verweilen möchtet, oder ihr geht einkaufen, denn hier gibt es einiges, was ihr ansonsten nicht wieder zu Gesicht bekommt. Wir persönlich finden Fes die mit Abstand attraktivste Stadt Marokkos, daher der großzügige zweitägige Aufenthalt!

4. Tag: Sefrou

Wir brechen beizeiten auf, fahren den kurzen Weg nach Sefrou, einer sehr alten, wesentlich überschaubareren Stadt, mit intakter Medina und wenig touristischer Infrastruktur. Das Umland ist, wie die Stadt selbst, wunderschön und wir werden beides genießen und Nachmittags nach dem geschäftigen Souktreiben, der Stille "little Colerados" , einem netten Camp am Fluss entgegenfiebern.

5. Tag: Mittlerer Atlas

Wir sind den ganzen Tag unterwegs - und ihr werdet es lieben. Uns erwartet eine Menge Natur, Zedernwälder und Berbercamps.  Wir lassen uns treiben, halten hier und dort an, um ein Stück des Weges zu laufen. Die Gegend erinnert teils an Nepal, ist unglaublich menschenleer und führt uns über einen  2300m hohen Pass, dem  höchsten des Mittleren Atlas. Wir übernachten an einem der tollen Aussichtspunkte, an der fast gänzlich unbefahrenen Strecke.

6. Tag: Souk - Exkursion - Rich

Wir fahren über  wunderschöne Hochplateaus und erreichen bald die Provinzhauptstadt  Midelt. Hier am Übergang zum Hohen Atlas erwartet uns ein großer Souk und das großartige Bergpanorama des sich vor uns auftürmenden  Atlasgebirges. Wir übernachten in einem Berberdorf 40 Busminuten abseits der Stadt, ohne Strom in einer unglaublich idyllischen Lage, noch ein kleines Stück hinter dem  Ende der Welt. Hier, tief im Landesinneren, pendelt das Mikroklima zwischen zwei Extremen: im Sommer drückend heiß und im Winter bitterkalt, dominieren im Oktober noch sommerliche Temperaturen.

7. Tag: Rich - Todra

Der Abschied von den Berberfamilien wird schwer fallen, aber wir wollen heute das Klondike Marokkos  erkunden. Die Gebäude der verlassenen Silbermine, die teils an den Hängen der Schlucht kleben, erinnern an tibetanische Tempelanlagen. Bis in die 80'er waren hier, so weit draußen, dreitausend Kumpels in den Minen beschäftigt und haben eine spukige, intakte Siedlung hinterlassen. Je nach Erkundungsgelüsten erreichen wir irgendwann Rich, das vorerst letzte Städtchen in den Bergen.
Ganz in Rot, umgeben von hohen Gebirgsketten genießen wir das Treiben und erleben auf der Hotelterrasse  einen traumhaften Sonnenuntergang zu den Gesängen des Iman.

8. Tag: Hoher Atlas- Todra Schlucht

Die Stadt lädt tatsächlich zum Verweilen ein, trotzdem; wir brechen  bald nach dem Frühstück auf, um eine Abenteuerpiste quer durch den Hohen Atlas, durch Schluchten und Kalkwüsten, mitten durch verwegene Bergdörfer zu wagen. Wir halten immer wieder an Aussichtspunkten, trinken mit den Atlas-Locals den verflucht (weil zu süß) leckeren Nana-Minztee und übernachten in einer Auberge, am Eingang der roten Wüstenschlucht Todra, die ihr auf 10km, immer leicht bergab, auf einer guten Strasse durchwandern dürft, bevor ihr nach so langem Sitzen, dann zu Fuß die Unterkunft erreicht. Bis vor kurzem konnten die Wetter- und Pistenverhältnisse diese 130 km Süd-West-Traverse zur Schlucht  vereiteln, inzwischen ist die Strecke aber komplett geteert und so befinden wir uns auf dem sicheren, unglaublich spektkulären Pfad  zu den großen Schluchten.

9.Tag: Todra-Schlucht - Meski

Ein paar Kilometer südwärts spuckt uns die Todraschlucht geradezu in der Wüste aus.  Eine der spektakulärsten Oasen erwartet uns hier an der Schnittstelle, wo der Hohe Atlas und die Sahara aufeinanderprallen.  Wir fahren in zwei Stunden nach Meski, einer Wüstenoase, wo sich die Gedanken verlieren, dafür das Hören, Sehen und Fühlen erwachen. Wir verbringen also zurück gen Osten den verbleibenden Tag an der Source Bleu, einer Palmenoase mit großem Quellwasserpool und Camp, angelegt durch die französische Fremdenlegion. Ein extrem chilliges Plätzchen, umgeben von lohnenden Spazierpfaden in verlockender Natur. Übernachten werden wir bei einer befreundeten Familie, die uns mit einer hervorragenden Tagine verwöhnt.

10. Tag: Erg Chebbi

Wir folgen den Oasen gen Süden zu den angeblich höchsten Sanddünen der Sahara. Natürlich lauern hier Kamelsafariantreiber, die nicht gerade behilflich sind, wenn es darum geht, die Stille der Wüste wirklich still zu erleben. Wir laufen mit leichtem Zeltgepäck ohne Hast, für jedermann machbar, in die hier bemerkenswert hoch aufgetürmte Wüstenlandschaft hinein. Auf dem Dach der Wüste erwarten wir den Sonnenuntergang und die schnell folgende Nacht, die wir zwar gemeinsam genießen, aber deren Besonderheit  unbeschreiblich bleibt. Ein ganz unvergessliches Erlebnis! 

11. Tag: Draa-Tal - Hoher Atlas

Nach dem Dünenabritt tingeln wir auf der layed-back 3454, einer inzwischen asphaltierten Piste, über Stunden durch beeindruckende Landschaften, dem Draa-Tal entlang dann gen Norden. Ich weiß nicht, wie weit wir heute kommen - wir übernachten spontan an einem der herrlichen Flecken, die uns hinter jeder Kurve von neuem zum Verweilen einladen. (Wir haben auf diese Weise schon Dutzende von Nächten in Marokko verbracht, ohne auch nur eine Nacht zu bereuen. Nomadentum ist weit verbreitet und wird gewünscht).

12.  Tag: Atlasüberquerung Süd / Nord

Wir überqueren den Hohen Atlas am Jbel Anrhomer, einer Strecke, die weit abgeschlagen, sich zwischen den knapp viertausendern durchmogelt. Irgendwann im Laufe des Tages trudeln wir in Toufrine ein, um uns von einer netten Familie und ihrer Gite d' Etape verwöhnen zu lassen. Mit eigenem Dampfbad aus dem vorletzten Jahrhundert und schmackhaftem Gusgus haben sie die Argumente zum Verweilen auf ihrer Seite.

13. Tag:  Weiterfahrt nach Ouzoud


Nach der spektakulären Ganztagesfahrt erreichen wir früh abends die einmalig schönen Wasserfälle von Ouzoud, mit großartigen Wandermöglichkeiten, romantischen Picnicplätzen und fotogenen Topspots.

 

14. - 15. Tag: Top-Spot Ouzoud 

Hier bleiben wir zwei Nächte, wandern zu einem abgeschiedenen Berberdorf und genießen diese außergewöhnliche Location auf einem maximal idyllisch gelgenen Camp mit heissen Duschen und direktem Blick auf die Fälle. Die Tagine, der frisch gepresste O-Saft, der Cafe und der Te' bi nana sind weltklasse. Wetten dass ihr um eine Verlängerungswoche fleht !!

 

 15. - 16. Tag: Marrakesch

 Am frühen Abend des 15. Tages erreichen wir Marrakesch, um hier, direkt am Place Djemaa El Fna, für die letzten zwei Nächte einzuchecken. Hier finden wir Zeit und gemütliche Orte, um die spannende Reise zusammen zu feiern, Gewürze, Schachbretter, Henna, Lampen, Minze, Klammotten usw. zu ertrödeln und an diesem gebührenden Fleckchen uns auf den Kulturschock Germany vorzubereiten. Ich bin ein letztes mal dabei, um euch in der Lebensschule "Einkaufen in Marokko" zu coachen, und das ein oder andere selber zu lernen, in der Lebensschule Marokko.  Ehrlich gesagt: wir wisen immer noch nicht, wie`s funktioniert, erfreuen uns aber einer Menge erstandener Kleinigkeiten, die unser Leben in Deutschland immer wieder erhellen.
 

17. Tag:

Da der Flieger um 08:40 Uhr Marrakesch verlässt, stehen wir früh auf und wir begleiten euch an den Flughafen. Voraussichtliche Ankunft in Deutschland 14:25 Uhr.        

  

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 10. August 2011 )
 


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